Silvesterkonzert 2026

Werkbeschreibung

Robert Schumann: Cellokonzert a-Moll, op. 129

Endlich war Robert Schumann angekommen: 1850 wurde er Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. Eine prestigeträchtige Position für einen Komponisten. Schumann hatte viele Jahre lang alles daran gesetzt, seine wachsende Familie mit seinen Werken zu ernähren. Er tat sich schwer. Dann kam das Angebot, nach Düsseldorf zu gehen. Die Zeit der Sorgen schien vorbei. Beflügelt schrieb der Komponist die «Rheinische» Symphonie und auch ein Konzert für Violoncello in a-Moll, Opus 129.

Franz Schubert: «Messe As-Dur»

Wie religiös war Franz Schubert? Man könnte antworten: Lasst das Fragen und lieber seine Musik sprechen! Doch die biografischen Künstler-Details waren schon für viele In-terpreten zu verlockend – eben aufgrund ihrer Widersprüchlichkeit. Manche Überliefe-rung lässt darauf schließen, dass er sich kaum zur kirchlichen Form des Glaubens beken-nen mochte. Folgendes Zitat aus einem Brief an seine Eltern – geschrieben ein paar Jahre vor der Messe in Es – lässt aufhorchen: Auch wunderte man sich sehr über meine Fröm-migkeit, die ich in einer Hymne an die heil. Jungfrau ausgedrückt habe, und wie es scheint, alle Gemüther ergreift und zur Andacht stimmt. Ich glaube, das kommt daher, weil ich mich zur Andacht nicht forcire, und, außer wenn ich von ihr unwillkürlich übermannt werde, nie dergleichen Hymnen oder Gebete componiere, dann aber ist sie auch gewöhn-lich die rechte und wahre Andacht. Mit den sechs Messen steigerte sich Schubert: Nach vier kleineren sind die beiden letzten groß und betont umfangreich gestaltet. Nur wenige Wochen vor seinem frühen Tod ent-stand das Es-Dur-Werk, welches vielen als seine beeindruckendste geistliche Komposi-tion galt und gilt. Zwischen Juni und Oktober 1828 arbeitete Schubert daran, aber ebenso wie viele andere seiner Werke hörte er es niemals in voller Pracht – gewissermaßen nur mit dem inneren Ohr. Denn erst ein Jahr später brachte Michael Leitmeyer die sechste Messe in der Alserstädter Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit zur Uraufführung. Nach einem großen Starterfolg geriet das Werk dennoch in Vergessenheit, bis Johannes Brahms in den 1860er-Jahren eine Drucklegung veranlasste.